Spuren

Die Menschheit hinterlässt Spuren als Relikte vergangenen Lebens, deren Aufarbeitung und Bewahrung in den Händen aller zukünftigen Generationen liegt. Aktuell ist es insbesondere der Klimawandel, der unserer Gesellschaft ihre Verantwortung für die Überbleibsel der Vergangenheit aufzeigt. Doch auch in der Pandemie als Resultat der Schädigung von Ökosystemen durch den Menschen manifestiert sich derzeit die Brisanz der Thematik. Die Ausstellung soll veranschaulichen, durch welche künstlerischen Positionen das Bewerten und Festhalten menschlicher Spuren bislang umgesetzt worden ist. Themenschwerpunkte sind dabei unter anderem die Beziehung zwischen Wissenschaft und Kunst, das Kunstwerk als Zeitzeuge historischer Ereignisse sowie der Kreislauf des Umgangs mit der Geschichte in der Kunst selbst und wie diese Kunst anschließend wieder zur Kunstgeschichte wird. Es werden dafür künstlerische Standpunkte aus verschiedenen Kunstgattungen, Künstlergruppen und kunsthistorischen Stilrichtungen wie „Nouveau Réalisme“, Aktionskunst, Objektkunst, Fotografie, Malerei, Land- und Eat- Art ausgewählt, denn jede Stilrichtung ist immer auch ein Spiegel der kulturellen Spuren ihrer Zeit. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler treffen auf ältere, womit ein Bogen von der Vergangenheit über die Gegenwart bis in die Zukunft geschlagen wird. Es soll damit das Zukunftspotential der Auseinandersetzung mit zivilisatorischen Spuren in der Kunst eruiert werden.