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Das Tier in Dir

Jan Thomas und Uta Siebert – Skulpturen und Zeichnungen

Entgegen der Meinung, das Thema der menschlichen Figur sei verbraucht, schafft Jan Thomas erstaunliche Kombination zwischen Mensch und Tier. Seine Helden stemmen sich gegen Abstraktion und Minimalismus – und dies in Form von Pappelholz, mit der Kreissäge bearbeitet, Formate überschreitend.
Mit seinen Skulpturen konzipiert und baut der Künstler Installationen, die den Betrachter als Verwunderten, als Staunenden, als Betroffenen einbeziehen. Im gelingt dabei auf eindrucksvolle Weise die Verankerung seiner mythischen Figurenwelt in die Gegenwart.
Seine Figurenensembles scheinen auf den ersten Blick seltsam erstarrt und befremdlich. Auf den zweiten Blick wirken sie unheimlich, gefährlich oder vielleicht sogar absurd. Dabei beruhen alle Darstellungen auf der Erkenntnis, dass die Welt nicht mehr frei von Unhagen ist und die Verknüpfung von aktuellen Ängsten und Befindlichkeiten den Blick für die eigentliche Realität wahrnehmbar macht.
Jan Thomas möchte keine Vision oder Utopie beschreiben, sondern Gefühle im Betrachter wachrütteln und gegenwärtig machen. Er positioniert sich zwischen purer Angst und offensichtlicher Begeisterung und weckt uralte, vorzeitliche Instinkte, Urkräfte und das Gefühl, dass die Natur sich wohl doch nicht so einfach überlisten lässt.
Jan Thomas wurde 1970 in Salzgitter geboren und studierte an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, an der Athens School of Fine Arts und an der ÉNSB-A Paris bei Giuseppe Penone. Bis 2003 war er Meisterschüler bei Bernd Göbel an der Burg Giebichenstein. In den letzten Jahren erhielt der junge Künstler zahlreiche renommierte Stipendien und stellte in Museen, Kunstvereinen und Galerien in Deutschland, Österreich, Italien, Russland und Slowenien aus.