Vorschau

Parallel zu den Ausstellungen finden regelmäßig Führungen, Lesungen, Konzerte, Podiumsgespräche und Feste statt, die das Programm der Kunsthalle ergänzen.

Wir haben uns wirklich an allerhand gewöhnt. Der Briefwechsel zwischen Sarah Kirsch und Christa Wolf

Lesung und Gespräch

Im Rahmen der Ausstellung “Wieder ▪ Sehen. Berliner Künstlerinnen und Künstler treffen Helga Paris” liest die Herausgeberin Sabine Wolf aus dem Briefwechsel “Sarah Kirsch. Christa Wolf. Wir haben uns wirklich an allerhand gewöhnt. Der Briefwechsel”. Im Anschluss Gespräch, moderiert von Judith Christ.

»Liebe liebe Christa schön daß Du noch hier geblieben bist auf dem beknackten Planeten!«, schreibt Sarah Kirsch im Herbst 1988 an ihre Freundin, die eben eine lebensgefährliche Krankheit überwunden hat. Ein Jahrzehnt zuvor konstatiert Christa Wolf nach einem Treffen in West-Berlin, kurz nach Kirschs Ausreise aus der DDR: »Ich bin froh, daß ich bei Dir war und jetzt ganz ruhig an Dich denken kann.« Zwei Autorinnen von internationalem Rang sind hier fast drei Jahrzehnte lang, von 1962 bis 1990, miteinander im Austausch: über das Schreiben, den Literaturbetrieb im Osten wie im Westen, über die Männer, die Kinder, die Arbeit im Garten und die politischen Systeme, in denen sie leben. Letztere sind es wohl, die diese Freundschaft an ein Ende bringen, nach vielen Jahren des vertrauensvollen Miteinanders.

Eintritt inkl. Ausstellungsbesuch: 11,- € / ermäßigt 7,- €

Eroberung des Prenzlauer Bergs – Eine Leichenoper – aus den 1980ern.

Lesung und Songs

Nele Heyse und Matthias Brenner haben jeder für sich Geschichten aufgeschrieben, die sie selbst erlebt haben – also nicht erfunden werden mussten. Sie handeln von beider Wohnungsbesetzungen im Prenzlauer Berg der 70er/80er Jahre während ihrer Studienzeit an der Schauspielschule. Und damals lag schon eine Musik in der Luft, die sich später noch als die „LeichenOper“ von Christoph Schambach einen provokativen Namen im vergangenen System der DDR machen sollte.
Nele Heyse und Matthias Brenner präsentieren ihre Texte und Songs mit Christoph Schambach am Flügel Songs aus der systemkritischen „LeichenOper“

Eintritt inkl. Ausstellungsbesuch: 17,- € / ermäßigt 12,- €

Der Liebe süße Blumen

Lieder und Arien für Sopran und Harfe von Mozart, Strauss und vielen anderen

Der Felsgarten der Kunsthalle “Talstrasse”, vis-à-vis des »Krugs zum grünen Kranze« hoch über der Saale, wo sie am idyllischsten ist, ist Halles Arkadien. Man fühlt sich in die barocken Dichtergesellschaften, den Göttinger Hain, den Laublinger Dichterkreis des Hallenser Pfarrers Samuel Gotthold Lange versetzt. Vanessa Waldhart (Sopran) und Ursula Hein (Harfe) treten in Dialog mit der zauberhaften Gartenlandschaft. Ein zarter Strauß aus Blumenliedern und -arien von Mozart, Strauss und vielen anderen.

Konzert im Felsengarten. Kunsthalle »Talstrasse«, Talstraße 23, So 25.09.2022, 15.30 Uhr, € 17,- incl. Ausstellungsbesuch

KONZERT MUSSTE 2022 WEGEN ERKRANKUNG DER HARFENISTIN VERSCHOBEN WERDEN.