Die Kunsthalle ist voraussichtlich bis zum 10. Januar 2021 aufgrund der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung geschlossen.

Grenzerfahrungen. Hommage zum Hundertsten

Herrmann Bachmann, Mareile Kitzel, Gerhard Lichtenfeld, Werner Rataiczyk, Willi Sitte, Hannes H. Wagner
Im Jahr 2021 /2022 jähren sich die Geburtstage einiger bedeutender hallescher Künstler zum 100. Male. Dies zum Anlass nehmend wird die Kunsthalle “Talstrasse“ einen Einblick in das Schaffen dieser Künstlerpersönlichkeiten geben.

Bei der Auswahl der Werke richtet die Ausstellung ihren Fokus auf die 1950er und 1960er Jahre. Es ist eine Zeit, in der die damals jungen Maler und Bildhauer – inspiriert von der Klassischen Modern – in ihrem Schaffen große Nähe zueinander entwickelten. Diese frühen Nachkriegsjahre waren für die Künstler eine Zeit der Selbstfindung und der Experimente. Doch diese offenen und kreativen Jahre währten nicht lange. Wellenartig kam es zu Diskussionen um Realismus und Formalismus. Während Hermann Bachmann und Mareile Kitzel Halle verließen, um im anderen Teil Deutschlands ihrer künstlerischen Arbeit unter freien Bedingungen weiter zu entwickeln, fanden Werner Rataiczyk, Hannes Wagner und Gerhard Lichtenfeld immer wieder Nischen in einem immer totalitärer werdenden System. Willi Sitte, der sich noch bis Ende der 1950er Jahre intensiv mit seinen Parteigenossen heftige Dispute über seine Arbeit lieferte, wird in einem langsamen Prozess zum Teil des Machtapparates der DDR. Sechs Biografien, die in den frühen Nachkriegsjahren große Nähen trotz vieler Unterschiedlichkeiten aufweisen.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.