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Sighard Gille

Malerei

Zu dieser Ausstellung erschien ein Katalog

„(…) Man tritt dem Leipziger Maler Sighard Gille, Jahrgang 1941, wohl nicht zu nahe, wenn man ihm einen gewissen Zorn auf unsere Welt attestiert. Jenfalls malt er mit Wucht und einem Anspruch, der auf das Authentische ziehlt. Das heißt, seine Lehrer Wolfgang Mattheuer und Bernhard Heisig, vor allem den letzteren, kann Gille nicht verleugnen. Manieristisch ist seine jüngere Malerei, von der jetzt eine Auswahl in der Galerie des halleschen Kunstvereins “Talstrasse“ gezeigt wird, gleichwohl nicht. Für den Manierismus war in der Generation seiner malenden Väter im Übrigen ja Werner Tübke zuständig, neben dem Hallenser Willi Sitte der letzte der „Viererbande“, die den Kunst-Olymp der DDR besetzte. Gille hingegen ist ersichtlich bemüht, mit diesen Vorbildern in eine Debatte zu treten. (…)

Andreas Montag, Mitteldeutsche Zeitung, 24/25. März 2005