Bildungsarbeit
Museumspädagogik
Kunstvereine sind Orte, die stets auch mit einem Bildungsauftrag verbunden sind. Der Kunstverein “Talstrasse“ e.V. erarbeitet aus diesem Grund museumspädagogische Angebote, bei denen Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene und Senioren die Kunst als unentbehrlichen Bestandteil des Lebens für sich entdecken und lernen eigene kreative Potentiale zu entfalten. Regelmäßig werden zu den Ausstellungen interessante Begleitprogramme in Form von Führungen, Vorträgen und Podiumsgesprächen konzipiert, die es ermöglichen, sich intensiver mit den ausgestellten Positionen zu beschäftigen. Kurzführer (Faltblätter), Audioguides und Kataloge vermitteln mehr als nur die Basis. Der Kunstverein “Talstrasse“ e. V. entwickelt Angebote, um bildende Kunst an Kinder und Jugendliche in Halle (Saale) zu vermitteln. Ausgehend von ihrer Lebens- und Erfahrungswelt regen die auf verschiedene Altersklassen abgestimmten museumspädagogischen Angebote die Kinder an, sich zum einen spielerisch und kreativ mit der Kunst auseinander zu setzen und zum anderen zeitgenössische Kunst im Kontext wahrzunehmen.


Fotografie: Kunsthalle „Talstrasse“, Fü(h)r mich, 2026
Vermittlungsprogramm für Kinder, Jugendliche und Schulklassen zur aktuellen Ausstellung.
Wir laden Sie herzlich ein, uns mit Schüler:innen oder freien Gruppen von Kindern und Jugendlichen zu besuchen. Gerne gestalten wir individuell abgestimmte und altersgerechte diaologische Führungen, deren Schwerpunkte wir vorab gemeinsam mit Ihnen festlegen. Wir haben eine Vielzahl von Angeboten konzipiert, die sich an zentralen Themen der Ausstellung orientieren. Dabei möchten wir besonders jungen Menschen die Möglichkeit bieten, Kunst erlebbar zu machen, um grundlegende Fragen des Lebens zu reflektieren und zu diskutieren.
„Fü(h)r mich!“ – Selbst als Kunstvermittler*in agieren
„Fü(h)r mich!“ ist ein außerschulisches und außerschulisches Angebot des Kunstvereins “Talstrasse“ e. V., dass Jugendlichen ab 14 Jahren die Möglichkeit gibt, sich zu jungen Kunstexperten im Bereich der Kunstvermittlung ausbilden zu lassen. Diese jungen Kunstfreund*innen werden in einer spannenden und interaktiven Ausbildung dazu befähigt, den Besuchern des Kunstvereins Kunst nah zu bringen. Dies findet in regelmäßig angebotenen Führungen statt. Das Projekt trägt spielerisch effektiv zur Berufsvorbereitung bei. „Fü(h)r mich!“ fördert Neugierde und Leidenschaft sowie das Potential dafür, Verantwortung zu übernehmen und sich zu engagieren. In Workshops haben die Jugendlichen Zugänge erarbeitet durch Besuche von Künstlerateliers, dem Besuch der Ausstellung in Museen wie der Moritzburg. Auch Körper- und Stimmübungen wurden mit mit Schauspielerin Nicoline Schubert erprobt. Anhand der Workshops werden Zugänge erarbeitet, die der Vorbereitung einer eigenen Führung dienen. In der zweiten Phase können dann die Jugendlichen ihre eigene Führung zu Schwerpunktthemen und ausgewählten Exponaten anbieten.
Der nächste Zyklus wird unter der Rubrik Veranstaltungen bekannt gegeben. Weitere Informationen übermitteln wir gerne unter der folgenden Mail-Adresse: vermittlung@kunstverein-talstrasse.de
Offenes Atelier „Talstrasse“ :
Mit dem Offenen Atelier „Talstrasse“ startete die Kunsthalle 2026 ein neues Begleitformat zur jeweiligen Ausstellung. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind herzlich eingeladen!
Auftakt bildeten Workshops zur Technik der Frottage. In der Ausstellung „Echo des Unbekannten. Vom Umgang mit Tod und Vergänglichkeit“ des Jahres 2025 wurden in diesem Zusammenhang Grabplatten-Abriebe aus der größten Sammlung dieser Art im deutschsprachigen Raum der Zentralen Kustodie der MLU gezeigt. Die Technik erlebte im 19. Jahrhundert in England eine besondere Blüte. Der Workshop lud dazu ein, diese historische Methode selbst praktisch auszuprobieren.
Aktuell werden Workshops zum Thema Cyanotypie angeboten. Weitere Informationen und Terminvereinbarung unter: vermittlung@kunstverein-talstrasse.de

Kunstvermittlung für Demenzerkrankte
Gemeinsam mit der Paul-Riebeck-Stiftung zu Halle an der Saale ermöglicht es der Kunstverein seit 2012 regelmäßig zu seinen Ausstellungen Menschen mit Demenz die Kunst direkt vor Ort zu erleben, um abseits des gewohnten Alltags neue Impressionen zu sammeln und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Lehrerfortbildungen
Zu den jeweiligen Ausstellungen werden auch regelmäßig Lehrerfortbildungen angeboten, die es den Schulen ermöglichen, bereits im Vorfeld die unterschiedlichen Themen auch fachübergreifend zu bearbeiten.