Neue Öffnungszeiten zur Ausstellung "Wieder·Sehen. Berliner Künstlerinnen und Künstler treffen Helga Paris": Mittwoch-Freitag 13-18 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertage 13-17 Uhr / am 13.10. 19 Uhr DEFA-Filmabend "heute abend und morgen früh" nach Erzählungen von Helga Schubert

Vorschau

Parallel zu den Ausstellungen finden regelmäßig Führungen, Lesungen, Konzerte, Podiumsgespräche und Feste statt, die das Programm der Kunsthalle ergänzen.

heute abend und morgen früh

Filmvorführung mit Gespräch

Im Rahmen der Ausstellung “Wieder · Sehen. Berliner Künstlerinnen und Künstler treffen Helga Paris” wird die DEFA-Produktion “heute abend und morgen früh” von 1979 gezeigt. Der lange verschollene Film basiert auf Erzählungen der Schriftstellerin Helga Schubert und widmet sich dem Alltag einer jungen Frau in Ost-Berlin. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit dem Regisseur Dietmar Hochmuth statt.

Eine Kooperation mit den DEFA-Filmtagen Merseburg

Anderson

Filmvorführung mit Gespräch

Im Rahmen der Ausstellung “Wieder · Sehen. Berliner Künstlerinnen und Künstler treffen Helga Paris” zeigt das Puschkino Halle Annekatrin Hendels “Anderson” (2014), im Anschluss Filmgespräch mit der Regisseurin.


Der Schriftsteller Sascha Anderson, in den 1980ern Fixstern und Popstar des kreativen DDR-Undergrounds, wird 1991 als Stasizuträger ersten Ranges enttarnt. Ein Skandal. Vom Nachnamen blieb nur noch das „A“, und nicht wenige ergänzten: „rschlosch“. Der Film erzählt vom wildbewegten Doppelleben des Sascha Anderson zwischen Dissidententum und Verrat – und was es bedeutet, mit Lüge, Vertrauensmissbrauch und dem nicht abwaschbaren Stempel des Verräters zu leben. Annekatrin Hendel hat die, die nicht mehr miteinander reden, zum Reden bewegt und sie virtuell wieder an den Tisch gesetzt, an den Anderson seit fast 25 Jahren nicht mehr eingeladen wird. Noch immer ist kein Gras über die Sache gewachsen.

Mit Sascha Anderson und Roland Jahn, Bert Papenfuß-Gorek, Holger Kulick, Cornelia Schleime, Lars Barthel und Thomas Plenert, Ingrid und Dietrich Bahß, Ekkehard Maaß, Wilfriede Maaß.

Wir haben uns wirklich an allerhand gewöhnt. Der Briefwechsel zwischen Sarah Kirsch und Christa Wolf

Lesung und Gespräch

Im Rahmen der Ausstellung “Wieder ▪ Sehen. Berliner Künstlerinnen und Künstler treffen Helga Paris” liest die Herausgeberin Sabine Wolf aus dem Briefwechsel “Sarah Kirsch. Christa Wolf. Wir haben uns wirklich an allerhand gewöhnt. Der Briefwechsel”. Im Anschluss Gespräch, moderiert von Judith Christ.

»Liebe liebe Christa schön daß Du noch hier geblieben bist auf dem beknackten Planeten!«, schreibt Sarah Kirsch im Herbst 1988 an ihre Freundin, die eben eine lebensgefährliche Krankheit überwunden hat. Ein Jahrzehnt zuvor konstatiert Christa Wolf nach einem Treffen in West-Berlin, kurz nach Kirschs Ausreise aus der DDR: »Ich bin froh, daß ich bei Dir war und jetzt ganz ruhig an Dich denken kann.« Zwei Autorinnen von internationalem Rang sind hier fast drei Jahrzehnte lang, von 1962 bis 1990, miteinander im Austausch: über das Schreiben, den Literaturbetrieb im Osten wie im Westen, über die Männer, die Kinder, die Arbeit im Garten und die politischen Systeme, in denen sie leben. Letztere sind es wohl, die diese Freundschaft an ein Ende bringen, nach vielen Jahren des vertrauensvollen Miteinanders.

Eroberung des Prenzlauer Bergs – Eine Leichenoper – aus den 1980ern.

Rezitation und Musik

Im Rahmen der Ausstellung “Wieder · Sehen. Berliner Künstlerinnen und Künstler treffen Helga Paris” wird es am 21.01.23 ein Abendprogramm geben, welches sich einerseits aus der Rezitation bestimmter Texte durch die Schriftstellerin Nele Heyse und den Schauspieler Matthias Brenner ergibt. Die die “Eroberung des Prenzlauer Bergs” auf besondere Weise beleuchten. Und andererseits wird Christoph Schambach ergänzen mit musikalischen Beiträgen aus seiner “Leichenoper”. Kontext beider Elemente sind die 1980er Jahre.