Begegnung

Pablo Picasso aus der Sammlung Helmut Klewan trifft Jean Lurçat aus der Sammlung der Paul Ludwig Stiftung

Die Ausstellung gibt einen Einblick in das umfangreiche grafische Werk von Picasso und zeigt Werke aus unterschiedlichen Schaffensphasen des Künstlers.  Komplementär dazu stehen grafische Arbeiten und Keramiken von Jean Lurçat. Beide Künstler arbeiteten in den Keramik-Werkstätten von Sant Vicens bei Perpignan. Während Lurçat seit 1950 bis Anfang der 1960er Jahre dort wirkte, zog es Picasso nur kurzzeitig an diesen Ort, an dem er sich seiner spanischen Heimat nahe fühlte. Die Arbeit mit und auf Keramik war für beide Künstler in den 1950/60er Jahren ein besonderer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit und faszinierte sie wohl genauso wie jene mit verschiedensten grafischen Techniken,
Auch wenn ihr Verhältnis zu Liebe und Sexus verschieden gewesen sein mag, sind für Picasso wie auch Lurçat vor allem Mann und Frau als Symbol des Lebens eines ihrer Hauptmotive und zeitlebens ein fester Bestandteil ihres Werkes geblieben. So nimmt die Auseinandersetzung mit diesem Thema einen großen Raum in der Ausstellung ein – ca. 60 grafische Werke Picassos treffen auf ebenso viele keramische Arbeiten von Jean Lurçat. Seinem eher unbekannten grafischen Werk widmet sich zudem eine Kabinettausstellung.

Diese Ausstellung aus Anlass des 50. Todestages von Pablo Picasso lässt den großen Meister auf seinen Zeitgenossen und Kollegen Jean Lurçat treffen, der in Mitteldeutschland vor allem  wegen seine bedeutenden Bildteppiche bekannt ist.  Die Präsentation keramischer Arbeiten und der Grafik von Jean Lurçat nimmt einen bislang wenig bekannten Teil dessen Œuvre  in den Fokus und eröffnen einen erweiterten Blick auf beide Künstler, die nicht eng befreundet waren, doch sich durchaus kollegial verbunden fühlten. Durch die zeitgleich im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) stattfindende Ausstellung Zurück zu den Ursprüngen. Der andere Picasso in der vor allem auch keramische Werke gezeigt werden, wird die Bedeutung der künstlerischen Keramik für beide Künstler auf besondere Weise erfassbar, was vor dem Hintergrund der Tradition der angewandten Kunst an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle ein besonderes Ausstellungserlebnis in der Saale-Stadt verspricht.

 

“Kunstmuseum Moritzburg Halle(Saale)”