Wir bauen um für die kommende Ausstellung - "TRAUM UND TRAUMA. Expressionismus in Kunst und Film" - Vernissage am Di, 28.4. 2026, 19 Uhr - Karten unter: info@kunstverein-talstrasse.de ~~~~~Ab 24.05.2026 : Sonntagskonzerte - Vorbestellung Tickets bereits möglich unter: info@kunstverein-talstrasse.de~~~~~Wir bauen um für die kommende Ausstellung- "TRAUM UND TRAUMA. Expressionismus in Kunst und Film" - Vernissage am Di, 28.4. 2026, 19 Uhr - Karten unter: info@kunstverein-talstrasse.de ~~~~~Programm für Jugendliche: "Fü(h)r mich!"-Selbst als Kunstvermittler*in agieren: vermittlung@kunstverein-talstrasse.de, Anmeldung bis 10. Mai 2026 ~~~~~

Die Chachapoya

Die präkolumbianische Kultur der Chachapoya, die zwischen dem 9. und 15. Jahrhundert in den Nebelwäldern Nordperus existierte, ist vor allem durch ihre außergewöhnliche Bestattungstradition geprägt. Sarkophage in steilen Felsnischen, mumifizierte Körper und monumentale Anlagen wie die Festung Kuelap verweisen auf ein Weltbild, in dem Vergänglichkeit, Ahnenverehrung und die Sichtbarkeit der Toten im Landschaftsraum eine zentrale Rolle spielten. Die Chachapoya entwickelten architektonische und skulpturale Formen, die als Träger kollektiver Erinnerung zugleich Ausdruck kultureller Identität waren.

Matthias Rataiczyk (*1960) arbeitet in seinen Zeichnungen und Gemälden mit Fragmenten, Spuren und räumlichen Konstellationen. Urbane Strukturen, Licht- und Schattenzonen sowie architektonische Brüche werden bei ihm zu Chiffren für Geschichte und Vergänglichkeit.Im Zusammenspiel eröffnen die Relikte der Chachapoya und Rataiczyks künstlerische Arbeiten eine gemeinsame Perspektive: Beide untersuchen, wie Kulturen und Individuen Spuren im Raum hinterlassen – sei es in steinernen Grabanlagen hoch über den Andentälern oder in sensiblen Bildzeichen, die das Verhältnis von Gegenwart und Erinnerung sichtbar machen.