22. April 2026
Emil Nolde
* 7. August 1867 als Hans Emil Hansen in Nolde | † 13. April 1956 in Seebüll
Lehre in einer Möbelwerkstatt und Schnitzschule • 1889–1890 Studium an der Kunstgewerbeschule in Karlsruhe • 1892 Lehrer für gewerbliches und ornamentales Entwurfszeichnen an der Schule des Industrie- und Gewerbemuseums in St. Gallen • ab 1898 Studium an der Malschule von Friedrich Fehr in München und der privaten Malschule von Adolf Hölzel in Dachau • 1899–1900 Parisaufenthalt und Besuch der Académie Julian • ab 1901 Atelier in Berlin, Mitglied der Berliner Secession • 1906–1908 Künstlergemeinschaft Brücke • 1911 Eintritt in die Neue Secession, Berlin • 1913–1914 Südseereise • 1916 Umzug nach Utenwarf (Nordschleswig), 1926 nach Seebüll (Nordfriesland) • 1934 Eintritt in die Nationalsozialistische Arbeitsgemeinschaft Nordschleswig, ab 1935 in die NSDAP Nordschleswig, Versuch sich als Staatskünstler zu etablieren • dennoch werden 1937 mehr als 1.000 seiner Arbeiten aus deutschen Museen entfernt und Werke von ihm in der Ausstellung „Entartete Kunst“ in München gezeigt • 1941 Ausschluss aus der Reichskammer der bildenden Künste • ab 1945 Konstruktion seiner eigenen Biografie als im „Dritten Reich“ verfolgter Künstler und teilweise Vernichtung von Bekenntnissen zum Nationalsozialismus, zeitgleiche Ehrung und Anerkennung in der Bundesrepublik Deutschland • Beteiligung an den Biennalen in Venedig 1950, 1952 und 1956 sowie an der documenta I in Kassel 1955