Nächste Veranstaltung: Mi, 7. Oktober 2026, 18 Uhr: Direktoren-Doppel~~~~Do, 8. Oktober, 19 Uhr: Lesung mit Durs Grünbein - Die Kritik der Pinie~~~~Aktuelle Ausstellung: "ZAUNKÖNIG" | Gudrun Petersdorff und Annette Schröter ~~~~ Kabinettausstellung: Zeit in der Landschaft | Claudia Berg ~~~~Aktuelle Ausstellung: "ZAUNKÖNIG" | Gudrun Petersdorff und Annette Schröter ~~~~ Kabinettausstellung: "Zeit in der Landschaft" | Claudia Berg ~~~~

Vernissage: ZAUNKÖNIG

Gudrun Petersdorff und Annette Schröter

Die Künstlerinnen Gudrun Petersdorff und Annette Schröter studierten Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger Jahre Malerei und Grafik an der Leipziger Kunstakademie, der Hochschule für Grafik und Buchkunst, beide in der Fachklasse von Prof. Bernhard Heisig. Bis heute sind sie ungebrochen aktiv im Atelier und gehören zu den wenigen Frauen dieser Generation, welche regelmäßig regional, deutschlandweit und international ausstellen. Unabhängig voneinander haben sie vor ein paar Jahren das Thema des „Kleingarten“ für sich entdeckt.

In den Werken beider Künstlerinnen wird erfahrbar, dass Gartenanlagen niemals bloß Natur sind. Sie sind kulturelle Konstruktionen. Wege, Zäune, Sichtachsen, Beete und Lauben erzählen von gesellschaftlichen Ordnungen, von Idealen und Utopien. Der Kleingarten steht dabei für eine Verbindung von individueller Aneignung und kollektiver Struktur. Jede Parzelle ist Ausdruck persönlicher, individueller Entscheidungen, und doch bleibt sie Teil eines größeren Ganzen. Ihre Arbeiten laden ein, vertraute Orte neu zu betrachten und hinter den scheinbar alltäglichen Gartenlandschaften Geschichten, Sehnsüchte und kulturelle Prägungen zu entdecken, die sie hervorgebracht haben. Seine Geschichte ist eng mit Leipzig verbunden, wo die späteren Schrebergärten ihren Ursprung haben.

Gesammelte Details waren Anregung für zahlreiche farbintensive großformatige Malereien und kleine Zeichnungen von Gudrun Petersdorff und die vielfältigen großen, aber auch kleinen und fragilen Papierschnitte von Annette Schröter. Sie bilden in ihren Kunstwerken nicht nur die spezielle Botanik ab, sondern auch die Architekturen der kleinen Refugien, verbunden mit diversen Zäunen und Gartentoren, Relikte aus DDR-Zeiten.
Die Ausstellung wird von einem Katalogbuch begleitet werden. In Textbeiträgen werden die Zugänge des Kleingartens in der Arbeitsweise der Künstlerinnen näher gebracht und gegenübergestellt.

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ERÖFFNUNG

Grußwort
Dr. Alexander Vogt
Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale)

Einführung in das Thema
Andreas Höll
Kunstkritiker (Leipzig)

Musik
THE OLD TENORS & BASS
Michael Arnold (Leipzig), Eckart Gleim (Halle)

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 23. August 2026 unter: info@kunstverein-talstrasse.de