Kulturwissenschaftler Dr. Andreas Ströbl wird in seinem Vortrag über die Bedeutung von Katakomben und Grüften in der europäischen Erinnerungskultur sprechen und dabei einen Fokus auf Kinderbestattungen legen – wobei „Rosalia“ die berührende Kindermumie aus Palermo eine besondere Rolle spielen wird. So wird ein Schwerpunkt des Vortrages auf der Kapuziner-Gruft in Palermo liegen, deren Geschichte und Symbolik bis heute nachwirken.
Den musikalischen Rahmen des Abends bilden Gustav Mahlers Kindertotenlieder und Alexander von Zemlinskys Maeterlinck-Gesänge op. 13 vorgetragen von Marlen Bieber (Mezzosopranistin, Oper Chemnitz) und begleitet von Daniel Heide (Klavier, Weimar).
Der Kulturwissenschaftler Dr. Andreas Ströbl, geb. 1964, studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Ur- und Frühgeschichte in Göttingen. Er ist seit 1986 in der Archäologie tätig und war langjähriger Mitarbeiter der Stadtarchäologie Göttingen und der „Gesellschaft für archäologische Denkmalpflege“ in Berlin. Sein Forschungsschwerpunkt seit dem Jahr 2000 ist die neuzeitliche Bestattungskultur. Die neuzeitliche Bestattungskultur war auch thematischer Schwerpunkt von Lehrtätigkeiten an den Universitäten Göttingen, Hamburg und Hildesheim. 2014 publizierte er seine Dissertation über die Entwicklung des Holzsarges von der Hochrenaissance zum Historismus.
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