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Matthias Grünewald

Heinz Zander (1939–2024)
Matthias Grünewald
, 1971,
Öl auf Leinwand, 115 x 100 cm,
Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

Das Gemälde Heinz Zanders versteht sich als Hommage an Matthias Grünewald und nimmt in Motivik und Ausdruck Bezug auf dessen Isenheimer Altar. Zentral dominiert der monumentale, von Schmerz und Verfall gezeichnete Leib des Gekreuzigten, dessen kühle Farbigkeit an Grünewalds drastische Körperdarstellungen erinnert. Darunter ist eine männliche Figur im roten Gewand zu sehen, die mit einem Blatt in der Hand als künstlerischer Zeuge oder Stellvertreter gedeutet werden kann. Rechts unten erscheinen weiße Lilien als Symbole für Reinheit und Transzendenz sowie eine weibliche Gestalt, die Sinnlichkeit und Vergänglichkeit verkörpert. Zander verbindet in dieser spannungsreichen Komposition die expressive Tradition Grünewalds mit einer eigenständigen, manieristisch-surrealen Bildsprache.