Frühe Jahre der Hoffnung – Die Situation der Bildenden Kunst in der SBZ und Berlin
An diesem Abend werden Thomas Bauer-Friedrich (Kunstmuseum Moritzburg Halle), Dr. Ingo Brunzlow (Kunsthistoriker, Berlin), Dr. Maike Steinkamp (Staatliche Museen, Berlin/Kuratorin Nationalgalerie) unter der Moderation von Susanna Köller (Kunsthistorikerin, Halle/Berlin) in der Kunsthalle „Talstrasse“ ins Gespräch kommen.
Mit dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur im Mai 1945 eröffnete sich auch im Osten Deutschlands eine Zeit der Hoffnung und Zuversicht. Für einen Moment herrschte in Halle (Saale), wie in ganz Deutschland, ein Klima der künstlerischen Freiheit und Selbstbestimmung, das lange Zeit nachwirkte und Generationen prägte. In Berlin und Halle (Saale) entstanden eine ganze Reihe von privaten Galerien mit anspruchsvollen Ausstellungsprogrammen. In Halle (Saale) erwarb das Kunstmuseum u.a. Werke von Alexander Camaro. Durch den Erwerb seiner Arbeiten, aber auch solcher von Werner Heldt, Curt Lahs, und Karl Hofer entstand eine Stimmung innerhalb der Sammlung, die mit dem Begriff der Melancholie beschrieben werden kann.
Sie haben die Veranstaltung verpasst? Hier können Sie sie nachschauen!
durch die Ausstellung "Die Kraft der Melancholie"
mit Csaba Farkas, Berlin
Die Ausstellung „Die Kraft der Melancholie. Alexander Camaro und Seelenverwandte“ bietet den Hintergrund für atemberaubende Gitarrenklänge, treibende Grooves und eine Stimmer voller Emotionen. Die Leidenschaft für Musik bekam Sänger und Bandleader Csaba Farkas (Gitarre und Gesang) von seiner Familie, vor allem aber von seinem Vater, einem talentierten Schlagzeuger, bereits in die Wiege gelegt.
Seine Kindheit war geprägt von den Melodien und Rhythmen der traditionellen ungarischen Lieder, denn es gab kaum jemanden um ihn herum, der nicht sang oder ein Instrument spielte. Musik gehört für eine ungarische Roma-Familie zu den wichtigsten Dingen des Lebens. Sie sorgt für Harmonie und Zusammenhalt. Die traditionellen Lieder spiegeln das Lebensgefühl der einfachen Menschen wider. Es geht um Liebe und Enttäuschung, Kummer und Leid, Hoffnung, Freude und Glück.
Eintritt 15,- € / ermäßigt & für Mitglieder des Kunstvereins “Talstrasse” e.V. 11,- €
Begrüßung: Matthias Rataiczyk, Leiter Kunsthalle „Talstrasse“
Grußworte: Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete für Kultur und Sport der Stadt Halle (Saale)
Einführung: Dr. Anna Krüger, Kunsthistorikerin, Berlin
Musik: Ainoa Garmendia (Gesang, Leipzig) / Jordi Oliva (Gitarre und Cajon, Leipzig)
Ausklang: Gespräche und Begegnungen bei Musik vor der Kunsthalle
Eintritt inklusive Ausstellungsbesuch 8,- € / ermäßigt 6,- €
Für Mitglieder des Kunstvereins “Talstrasse” e.V., Studierende von Kunsthochschulen und der Kunstgeschichte ist der Eintritt frei
Beitragsbild: Alexander Camaro, Beim Standfotograf, 1946, Öl auf Hartfaser, 113 x 140 cm © Alexander und Renata Camaro Stiftung / VG Bild-Kunst, Bonn 2023, Foto: Eric Tschernow
Eine Ausstellung in Kooperation mit der
Die legendäre Umbau-Tanzparty in der besonderen Atmosphäre der leeren Kunsthalle geht mit Valentine B. in die nächste Runde !
Valentine B. – wie ein eisgekühlter Drink an einem heißen Sommertag. Hot music on the rocks unter Verwendung eines satten Schuss Jazz, dazu kommen die Latins: sweet Samba, rassiger Bossa, tropical Calypso oder hot Salsa. Chachacha! Soul Syrup und bringen den typischen Geschmack mit etwas Blues Bitter on top. Zum Schluss dekoriert mit einem extravaganten Chanson. Á votre santé. Diese Musik geht durch die Ohren direkt in die Beine.
Felix Schirmer (Orgel, Piano), Christian Hagendorf (Trompete und Gesang), Ivo Nitzschke (Schlagzeug), Tobias Hirsch (Gitarre und Gesang), Alexander Podhaisy (Saxofon)
Eintritt: 23,- € / Abendkasse 25,- €
ermäßigt für Mitglieder des Kunstvereins, Studenten und Schüler 19,- € / Abendkasse 20,- €
Vorverkauf ab sofort über info@kunstverein-talstrasse.de / 0345-5507510 und im Rahmen unserer Öffnungszeiten Mi-Fr 13-18 Uhr / Sa, So, Feiertage 13-17 Uhr
Einlass ab 20.00 Uhr
Wir bieten am 20.07.; 17.08. und 21.09. jeweils 17:30 Uhr eine Feierabendführung durch die Ausstellung „Halle am Meer“ an.
Wir bitten um eine telefonische Voranmeldung!
Eintritt 8,- € / ermäßigt & für Mitglieder des Kunstvereins “Talstrasse” e.V. 6,- € zzgl. 2,- € Führungsgebühr
Vortrag mit PD Dr. Konrad Mahlfeld, Andrea Silber und Hans-Günther Pawelcyk
Was wäre Ahrenshoop heute ohne seine Künstlerkolonie, die Paul Müller-Kaempff 1889 entdeckte und 1892 im Alter von 28 Jahren in dem einsamen Fischerdorf begründete? Er erkannte sofort den besonderen Reiz des Ortes als zukünftige Malerkolonie und wurde deren organisatorisches und künstlerisches Oberhaupt. Mit dem Bau seines Hauses, der Malschule Haus Lucas und dem Ahrenshooper Kunstkaten verhalf er dem Dorf an der Ostsee zu einer bis heute andauernden Popularität als Künstlerort. Paul Müller-Kaempffs überragende Bedeutung für den Ort kann nicht isoliert und ohne den Einfluss seiner Frau Else Müller-Kaempff betrachtet werden, die als eigenständige Künstlerin ihren Mann lange Zeit organisatorisch und künstlerisch unterstützte.
Ihre schwere Erkrankung hat dazu beigetragen hat, dass sich die eigentliche Künstlerkolonie nach 1910 stark veränderte, aber auf Grund ihres starken Fundamentes heute noch als Künstlerort bezeichnet werden kann.
Dr. Konrad Mahlfeld, als Herausgeber des dreibändigen Werkverzeichnisses Paul Müller-Kaempff wird Ihnen an diesem Abend, mit Unterstützung seiner Partnerin Andrea Silber und des Verlegers Hans-Günther Pawelcik, den Gründer und Spiritus rector der Ahrenshooper Künstlerkolonie Paul Müller-Kaempff vorstellen und aus seinem Leben und Werk berichten.
Beitragsbild: Paul Müller-Kaempf, Sommer in Ahrenshoop, 1891, Öl auf Leinwand, 39 x 60 cm, Privatvbesitz
Gypsy Swing aus Berlin
Im Sommer 2014 verschlug es den französischen Bohéme Monsieur Pompadour nach Berlin. Zu dem illustren Kreis seiner rauschenden Feste gehörten ein belgischer Sänger, ein ungarischer Geiger, ein äußerst schweigsamer Bassist und ein adeliger Gitarrenvirtuose. Sie gründeten eine Band und überzeugen seither mit einer ganz speziellen Mischung aus heiterem Swing, ambitionierter Wildheit und einer Prise Melancholie. Lieder, Chansons und Songs über das Leben und die Liebe, vierstimmig gesungen und interpretiert im Stil ihrer Idole Django Reinhardt und Stephane Grappelli. Zum Einstand verlieh ihnen Monsieur Pompadour die Ehre seines wohl klingenden Namens und verschwand dann als blinder Passagier auf einem Luxusdampfer.
Ernesto
Gesang / Gitarre
Ferenc Krisztián Hegedütok
Violine / Diverses / Gesang
Florian von Frieling
Solo-Gitarre / Mandoline / Gesang
Antti Virtaranta
Kontrabass / Gesang
Weitere Informationen zur Band finden Sie hier:
Eintritt inklusive Ausstellungsbesuch 22,- € / ermäßigt & für Mitglieder des Kunstvereins “Talstrasse” e.V. 17,- €
Alternative Folk/Country aus Halle (Saale)
Der Charakter Henry Lightcap tritt auf, flucht, erschießt seinen Kühlschrank (warum auch nicht), beginnt eine Fahrt in die Wälder seiner Vergangenheit, preist die wärmende Morgensonne, die ewige Schönheit der endlosen Wüste und droht dabei dem Wahnsinn zu erliegen.
Was man an Edward Abbeys Protagonist Henry Lightcap sehen kann? Dass alles Mühselige,
Schmerzende, Depressive immer auch erst das Schöne erschafft. Musik soll diesen Zwiespalt überwinden, das Schwermütige und Schöne zusammenführen.
Wenn sich die Musiker von Lightcap treffen, spielen sie ihre melancholisch folkigen Lieder und verbinden die Ernsthaftigkeit mit einem ironischen Blick auf die eigene glorifizierte Existenz. Ihre Musik ist inspiriert von allem, was in den 60ern mit Bob Dylan, Neil Young und The Band begann, und von aktuellen Künstlern wie Fleet Foxes, Father John Misty oder Bonnie ‘Prince’ Billy weitergeführt wird.
Die Band um Singer-/Songwriter Eric Kröber (Gesang/Westerngitarre/Banjo) wird begleitet und verstärkt mit Lap Steel- und E-Gitarre, Orgel und Klavier, Bass und Schlagzeug.
Eintritt inklusive Ausstellungsbesuch 17,- € / ermäßigt & für Mitglieder des Kunstvereins “Talstrasse” e.V. 12,- €
mit freundlicher Unterstützung der:
Wir laden Sie recht herzlich zur Vernissage der neuen Ausstellung „Halle am Meer. Künstlerkolonie und Sommergäste“ ein! Neben einem ersten Rundgang durch die Ausstellung, können Sie bei einem kühlen Getränk den Chorgesängen der „Seeteufel“ lauschen. Die 30 Männer und Frauen des hallischen Shanty-Chors bringen mit ihrer Liebe zur Seemannsmusik die Stimmung der Ostsee ins Binnenland.
Eintritt inklusive Ausstellungsbesuch 8,- € / ermäßigt & für Mitglieder des Kunstvereins “Talstrasse” e.V. 6,- €
Gipsy Fuego (Berlin) in kleiner Besetzung
Die Leidenschaft für Musik bekam Sänger und Bandleader Csaba Farkas von seiner Familie, vor allem aber von seinem Vater, einem talentierten Schlagzeuger, bereits in die Wiege gelegt. Seine Kindheit war geprägt von den Melodien und Rhythmen der traditionellen ungarischen Lieder, denn es gab kaum jemanden um ihn herum, der nicht sang oder ein Instrument spielte.
Musik gehört für eine ungarische Roma-Familie zu den wichtigsten Dingen des Lebens. Sie sorgt für Harmonie und Zusammenhalt. Die traditionellen Lieder spiegeln das Lebensgefühl der einfachen Menschen wider. Es geht um Liebe und Enttäuschung, Kummer und Leid, Hoffnung, Freude und Glück.
Die musikalische Familientradition setzt sich bis heute fort. Csabas Schwester singt in einem international gefragten Jazz-Duo (Lay Down). Sein älterer Bruder ist der musikalische Kopf einer der erfolgreichsten Metal-Bands in Europa (Ektomorf), in der Csaba als Mitbegründer 15 Jahre lang Bass spielte.
Ende der 1990er Jahre besuchte Csaba Farkas ein Konzert der Gipsy Kings. Deren einzigartiger Flamenco Pop traf Csaba mitten ins Herz und erinnerte ihn an seine eigenen Wurzeln.Kurze Zeit später (1997) gründete er gemeinsam mit Ernö Samu und Mihàly Mezö die Tres Amigos. Sie verbanden traditionelle Einflüsse ihrer ungarischen Heimat mit dem Gipsy Sound ihrer großen Vorbilder. So entstand ein sehr erfolgreiches Gipsy Kings Cover Projekt mit zahlreichen Konzerten sowie Radio- und TV-Auftritten in Ungarn.2008 zog sich Csaba aus der Band seines Bruders zurück, um in Deutschland eine Familie zu gründen. Zu dieser Zeit war er vorwiegend als Solokünstler mit seinem Gipsy Kings Programm unterwegs – zugleich aber auch auf der Suche nach neuen Musikern, die seine Leidenschaft für die Gipsy Kings teilen.In den Jahren 2012 und 2013 entstand in Berlin das aktuelle Bandprojekt. Atemberaubende Gitarren, treibende Grooves und eine Stimme voller Emotionen formen seither den unverkennbaren Sound von Gipsy Fuego – der inzwischen heißesten Gipsy Kings Cover Band Berlins. ♦
https://www.youtube.com/watch?v=glmXluSxT_k
Eintritt inklusive Ausstellungsbesuch 17,- € / ermäßigt für Mitglieder des Kunstvereins „Talstrasse“ e.V. 12,- €
mit freundlicher Unterstützung von:
Das Fest der Mitglieder und Freunde des Kunstvereins
Wir freuen uns sehr, dass das inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Picknick im Felsengarten auch 2023 wieder stattfinden kann.
Livemusik:
11-13 Uhr „Giebichenstein Jazz Trio“
13-15 Uhr noch unbenannt
Eintritt inklusive Ausstellungsbesuch „BEGEGNUNG. Picasso trifft Lurcat“ und Livemusik 17,- € / ermäßigt für Mitglieder des Kunstvereins „Talstrasse“ e.V. 12,- €
Für Kinder unter 10 Jahren ist die Veranstaltung kostenfrei
Das Ticket ist gültig für das ab 15:30 Uhr stattfindende Konzert
Theater
Vier Frauen, Musen, Geliebte und Ehefrauen Picassos, erzählen von ihrer Zeit mit dem großen Küster, au-thentisch, charmant und eindringlich. Sie lassen die Zeit, die Kunst und das Leben Picassos vor den Augen des Publikums noch einmal lebendig werden.
Die Schauspielerinnen Barbara Geiger und Dafne Maria Fiedler verwandeln sich live auf der Bühne in vier Lebensgefährtinnen Picassos, allesamt einzigartig, allesamt überraschend. Ein Spaziergang durch seine Kunst, in der die Frauen ebenso häuftig als Modelle verschiedener Lebens- und Werkphasen eine wesentliche Rolle für sein Schaffen waren.
Wie es für eine Pressekonferenz üblich ist, stehen die Damen im Anschluss an das Theaterstück für Fragen des Publikums, das die Rolle von Journalist*innen einnimmt, zur Verfügung. Die Zuschauer*inne werden aktiver Teil der fiktiven Pressekonferenz und haben die Möglichkeit jede einzelne Figur zu befragen. Sie werden informative und teilweise überraschende Antworten erhalten.
Weitere Infos finden Sie hier.
Buch: Brian McAvera
Regie: Barbara Geiger
Spanish Mode
Spanish Mode mit dem aktuellen Programm „Bajo el mismo cielo – Unterm selben Himmel“ – Latin-Folk-Music
SPANISH MODE ist eine Band mit Faible für Tango Argentino, lateinamerikanischer Folk-Music und spanischen Kadenzen. Seit über 10 Jahren sind die Musiker erfolgreich unterwegs auf den Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, dabei gleicht kein Konzert dem anderen, die Band reagiert spontan auf das Publikum und Stimmungen.
Technische Perfektion und eine facettenreiche Stimme mit viel Gefühl für leidenschaftliche Songpoesie u.a. aus Argentinien, Mexiko, Brasilien, Kuba, Chile treffen aufeinander und schaffen ein Konzerterlebnis der besonderen Art mit vertonten Liebesgeschichten von „Corazon Espinado“ bis “Besame Mucho“. Spannende Rhythmen von Tango, Bossa Nova, Vals, Milonga, Chacarera und Zamba stehen neben einfühlsamen freudvollen und auch melancholischen Melodien im Mittelpunkt.
Das weltmusikalische Programm mit populären Liedern, Raritäten und Eigenkompositionen bewegt die Seele, die Füße und lädt zum Genießen mit geschlossenen Augen ein.
SPANISH MODE laden Sie ein auf eine musikalische Reise in warme Gefilde und verzaubern mit Klängen hochklassiger Instrumentalisten um die Sängerin Claudia Wandt.
Gesang und Moderation: Claudia Wandt Gitarren: Frank Kaiser
Kontrabass: Christian Sievert Schlagzeug: Dominique Ehlert
Eintritt inklusive Ausstellungsbesuch 17,- € / ermäßigt für Mitglieder des Kunstvereins „Talstrasse“ e.V. 12,- €
mit freundlicher Unterstützung von:
Manouche Farouche (Halle)
Manouche Farouche spielt sonnig-leichtfüßigen Swing, unter den sich auch mal Walzer, Balladen, ebenso wie Bossa Nova mischen, im Mittelpunkt die helle & charmante Stimme der Sängerin Viola Simon.
Die drei Musiker fanden sich im Umkreis der halleschen Swing-Tanz-Szene zusammen und spielen seither bei Live Veranstaltungen, die ersten Aufnahmen sind auch fertiggestellt.
Das Trio besteht aus:
Viola Simon – Gesang, Ukulele, Waschbrett
Ramirez Populpa – Gitarre, Gesang, Mundharmonika
Eckart Gleim – Akustikbass, Gesang
Eintritt inklusive Ausstellungsbesuch 17,- € / ermäßigt für Mitglieder des Kunstvereins „Talstrasse“ e.V. 12,- €
mit freundlicher Unterstützung von:
Es gelten gesonderte Preise der Museumsnacht.
Vortrag
Frau Dr. Annette Schiller stellt das Buch „Picasso- L’étranger“ vor und wird mit Elisabeth Hildebrandt und Matthias Rataiczyk darüber ins Gespräch kommen.
Der Abend wird unterstützt durch das Institut français Sachsen-Anhalt.
Eintritt inklusive Ausstellungsbesuch 10,- € / ermäßigt für Mitglieder des Kunstvereins „Talstrasse“ e.V. 7,- €
Studierende der BURG und der Kunstgeschichte freier Eintritt
Filmvorführung Puschkino
Lieder und Arien für Sopran und Harfe von Mozart, Strauss und vielen anderen
Der Felsgarten der Kunsthalle „Talstrasse“, vis-à-vis des »Krugs zum grünen Kranze« hoch über der Saale, wo sie am idyllischsten ist, ist Halles Arkadien. Man fühlt sich in die barocken Dichtergesellschaften, den Göttinger Hain, den Laublinger Dichterkreis des Hallenser Pfarrers Samuel Gotthold Lange versetzt. Vanessa Waldhart (Sopran) und Ursula Hein (Harfe) treten in Dialog mit der zauberhaften Gartenlandschaft. Ein zarter Strauß aus Blumenliedern und -arien von Mozart, Strauss und vielen anderen.
Eintritt inklusive Ausstellungsbesuch 17,- € / ermäßigt für Mitglieder des Kunstvereins „Talstrasse“ e.V. 12,- €
Matthias Marx spricht zum Werk von Jean Lurçat
Gemeinsam mit dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)
Erleben Sie Picasso und die Einflüsse auf sein künstlerisches Schaffen hautnah nachts im Museum! Die einmalige Picasso-Nacht findet im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) und in der Kunsthalle “Talstrasse” statt.
In der Kunsthalle gibt es halbstündige Kurzführungen, die bestimmte Aspekte der Ausstellung hervorheben (jeweils 19, 20 und 21 Uhr). Außerdem wird die Band Spanish Mode (Leipzig) musikalisch an Picassos Heimat erinnern und ein wenig Fuego in den Abend bringen.
Im Kunstmuseum erwarten Sie ein Flamenco-Tanzkurs, spanische Live-Musik, Gespräche in der Ausstellung sowie seltene Einblicke in andere keramische Arbeiten unseres Schaudepots. Ein künstlerischer Workshop lädt ein, selbst kreativ zu werden. Ein exklusives Angebot für Groß und Klein.
Eintritt inklusive Ausstellungsbesuch 10,- € / ermäßigt für Mitglieder des Kunstvereins „Talstrasse“ e.V. 7,- €
Das Ticket ist ebenso im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) an dem Abend gültig.
weitere Informationen auch unter: http://www.picasso-in-halle.de
Bettina Stoll-Tucker (Landesmuseum für Vorgeschichte) ist zu Gast in der KUNSTHALLE
Direktoren-Führungen sind selten und beliebt. Wir machen sie mit dem „Gemischten Direktoren-Doppel“ doppelt interessant – aufgrund des Interesses jetzt schon im zweiten Jahr.
Bettina Stoll-Tucker (Landesmuseum für Vorgeschichte) führt gemeinsam mit Matthias Rataiczyk durch die laufende Ausstellung „Begegnung“.
Vortrag
Im Vortrag von Matthias Marx geht es um Lurçats Freundschaft mit Rainer Maria Rilke (1875-1926) und Hermann Hesse (1877-1962), natürlich auch um Marthe Hennebert (1893-1976), die er 1924 heiratet, wie auch um seinen Freund Louis Marcoussis (1878-1941) und seinen Schüler Jean-Claude (Vincent) Guignebert (1921-2010).
Aber es geht auch um die Maler und Grafiker Marcel Gromaire (1892-1972), Louis Saint-Saens (1903-1979) und Picart le Doux 1902-1982) wie auch die Sammlerin Marie Cuttoli (1879-1973) Sie war es die Künstler wie Picasso, Le Corbusier, Matisse, Rouault aber auch Lurçat ermutigte auf der Grundlage ihrer Staffeleibilder Gobelins zu entwerfen.
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Heiner Sylvester filmt Charlotte E. Pauly
Der Regisseur Heiner Sylvester drehte 1976 einen Bericht über Charlotte E. Pauly aus Anlass einer Ausstellung zu ihrem 90. Geburtstag in der Galerie Prater in Berlin. Da Sylvester wie auch Pauly gegen die kurz darauf erfolgte Ausbürgerung von Wolf Biermann protestierten wurde der kleine Beitrag nie im DDR – Fernsehen gesendet. Erst nach der Wende und dem Tod von Charlotte E. Pauly im Jahr 1981 kam es zu einer Ausstrahlung des Beitrages in dem auch der Maler Dieter Goltzsche zu Wort kommt.
Aus Anlass der am 5. Februar zu Ende gehenden Ausstellung „Wieder.Sehen. Berliner Künstlerinnen und Künstler treffen Helga Paris“ in der auch Werke von Charlotte E. Pauly und Dieter Goltzsches zu sehen sind hat die Kunsthalle “Talstrasse“ Heiner Sylvester zu einer Filmvorführung mit anschließendem Gespräch am 1. Februar, um 19 Uhr eingeladen.
Eintritt 10,- € / ermäßigt 8,- €
Lesung und Songs
Nele Heyse und Matthias Brenner haben jeder für sich Geschichten aufgeschrieben, die sie selbst erlebt haben – also nicht erfunden werden mussten. Sie handeln von beider Wohnungsbesetzungen im Prenzlauer Berg der 70er/80er Jahre während ihrer Studienzeit an der Schauspielschule. Und damals lag schon eine Musik in der Luft, die sich später noch als die „LeichenOper“ von Christoph Schambach einen provokativen Namen im vergangenen System der DDR machen sollte.
Nele Heyse und Matthias Brenner präsentieren ihre Texte und Songs mit Christoph Schambach am Flügel Songs aus der systemkritischen „LeichenOper“
Eintritt inkl. Ausstellungsbesuch: 17,- € / ermäßigt 12,- €
Lesung und Gespräch
Im Rahmen der Ausstellung “Wieder ▪ Sehen. Berliner Künstlerinnen und Künstler treffen Helga Paris” liest die Herausgeberin Sabine Wolf aus dem Briefwechsel „Sarah Kirsch. Christa Wolf. Wir haben uns wirklich an allerhand gewöhnt. Der Briefwechsel“. Im Anschluss Gespräch, moderiert von Judith Christ.
»Liebe liebe Christa schön daß Du noch hier geblieben bist auf dem beknackten Planeten!«, schreibt Sarah Kirsch im Herbst 1988 an ihre Freundin, die eben eine lebensgefährliche Krankheit überwunden hat. Ein Jahrzehnt zuvor konstatiert Christa Wolf nach einem Treffen in West-Berlin, kurz nach Kirschs Ausreise aus der DDR: »Ich bin froh, daß ich bei Dir war und jetzt ganz ruhig an Dich denken kann.« Zwei Autorinnen von internationalem Rang sind hier fast drei Jahrzehnte lang, von 1962 bis 1990, miteinander im Austausch: über das Schreiben, den Literaturbetrieb im Osten wie im Westen, über die Männer, die Kinder, die Arbeit im Garten und die politischen Systeme, in denen sie leben. Letztere sind es wohl, die diese Freundschaft an ein Ende bringen, nach vielen Jahren des vertrauensvollen Miteinanders.
Eintritt inkl. Ausstellungsbesuch: 11,- € / ermäßigt 7,- €
Filmvorführung mit Gespräch
Im Rahmen der Ausstellung “Wieder · Sehen. Berliner Künstlerinnen und Künstler treffen Helga Paris” zeigt das Puschkino Halle Annekatrin Hendels „Anderson“ (2014), im Anschluss Filmgespräch mit der Regisseurin Annekatrin Hendel.
Der Schriftsteller Sascha Anderson, in den 1980ern Fixstern und Popstar des kreativen DDR-Undergrounds, wird 1991 als Stasizuträger ersten Ranges enttarnt. Ein Skandal. Vom Nachnamen blieb nur noch das „A“, und nicht wenige ergänzten: „rschlosch“. Der Film erzählt vom wildbewegten Doppelleben des Sascha Anderson zwischen Dissidententum und Verrat – und was es bedeutet, mit Lüge, Vertrauensmissbrauch und dem nicht abwaschbaren Stempel des Verräters zu leben. Annekatrin Hendel hat die, die nicht mehr miteinander reden, zum Reden bewegt und sie virtuell wieder an den Tisch gesetzt, an den Anderson seit fast 25 Jahren nicht mehr eingeladen wird. Noch immer ist kein Gras über die Sache gewachsen. Ein Film mit Sascha Anderson und Roland Jahn, Bert Papenfuß-Gorek, Holger Kulick, Cornelia Schleime, Lars Barthel und Thomas Plenert, Ingrid und Dietrich Bahß, Ekkehard Maaß, Wilfriede Maaß.
Eintritt: 8,- € / ermäßigt 6,- €
Gemeinsam Kunst entdecken
Am 30. Oktober laden wir Sie ab 14 Uhr herzlich zu einer Führung durch die Ausstellung ein, um über die Kunst ins Gespräch zu kommen. Die aktuell in der Kunsthalle gezeigten Werke von u.a. Christa Böhme, Charlotte E. Pauly und allen voran Helga Paris laden zum Rundgang ein. Der Nachmittag kann im Café der Kunsthalle bei Kaffee und Kuchen ausklingen.
Melden Sie sich zur besseren Planbarkeit der Veranstaltung gerne vorher an, unter info@kunstverein-talstrasse.de oder 0345-5507510.
Die Teilnahme an der Führung kostet 2 Euro, zzgl. Ausstellungseintritt (regulär: 7 Euro, ermäßigt: 5 Euro, Mitglieder des Kunstvereins u.a.: kostenfrei)
Filmvorführung mit Gespräch
Im Rahmen der Ausstellung „Wieder · Sehen. Berliner Künstlerinnen und Künstler treffen Helga Paris“ wird die DEFA-Produktion „heute abend und morgen früh“ von 1979 gezeigt. Der lange verschollene Film basiert auf Erzählungen der Schriftstellerin Helga Schubert und widmet sich dem Alltag einer jungen Frau in Ost-Berlin. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit dem Regisseur Dietmar Hochmuth statt.
Eine Kooperation mit den DEFA-Filmtagen Merseburg
Eintritt inkl. Ausstellungsbesuch: 11,- € / ermäßigt 7,- €
Rückblick von Dr. Halina Czikowsky, Merseburg:
Zur Ausstellung „Wieder · Sehen. Berliner Künstlerinnen und Künstler treffen Helga Paris“ in der Kunsthalle „Talstrasse“ wurden wir als Förderverein Kino Völkerfreundschaft angefragt, ob wir es uns vorstellen können, im Rahmenprogramm zu dieser Ausstellung mit einem Film der DEFA vertreten zu sein. Für uns ein Neuland, aber warum nicht. Ging es hier doch vorrangig, unsere Kompetenz bezüglich der DEFA-Filme einzubringen. Und es funktionierte, auch Dank der tatkräftigen Unterstützung von Andreas. […]
Der Film „heute abend und morgen früh“ ist wunderbar – aus meiner Sicht. Er zeigt sehr lakonisch den Alltag einer werktätigen Frau, Ehepartnerin und Mutter, in Berlin 1979. Ich schreibe deswegen diese Aufzählung, weil immer noch und gerade in einer dreiteiligen Serie des ZDF die Darstellung des Lebens der Frauen in den vergangenen 70 Jahren überwiegend anhand der Frauen im Westen des Landes gezeigt wird, die in der DDR sind Randfiguren bzw. alles, auch der Alltag, ist ideologisch geprägt und bestimmt.
An einem Freitag hat die Protagonistin – toll gespielt von Christine Schorn – nach Feierabend keine Lust gleich nach Hause zu gehen, um dort, wie immer, allen weiteren Familienangehörigen die Tür zu öffnen. Sie bummelt durch Berlin, um den Fernsehturm, durch die Markthalle, über den Alexanderplatz, schaut hier und dort rein und kommt irgendwann nach Hause – ihr wird die Tür geöffnet.
Im anschließenden Filmgespräch machte Regisseur Dietmar Hochmuth auf viele Details uns aufmerksam, die das Leben 1979 in der DDR geprägt haben und die uns seit über dreißig Jahren abgesprochen werden. So zum Beispiel die Existenz von Ausländern in der DDR und der Umgang mit ihnen.
Der Film ist allerdings nur selten zu sehen gewesen – Berlin wurde nicht schön genug gezeigt, war ein Argument. Quatsch, ich kenne auch noch das Berlin zu dieser Zeit.
Fazit: sich den Film anzuschauen lohnt auf jeden Fall.
Ebenso ein Besuch in der Ausstellung „Wieder · Sehen“. Porträts von Berliner Künstlerinnen und Künstler, fotografiert von Helga Paris, sind in Kombination mit deren Werken zu sehen – eine interessante und sehenswerte Idee.